Vor knapp einer Woche haben wir unsere letzte Online-Lesung mit Judith Gridl durchgeführt und nun ist es ist Zeit, ein kurzes Fazit dieses Formats zu ziehen, auch wenn wir immer noch Feedback zu den einzelnen Lesungen erhalten.

Um es vorweg zu nehmen: Das Resultat hat unsere Erwartungen um einiges übertroffen! Ursprünglich nur als reiner Test geplant, hat uns dieses Lesungsformat begeistert und auch herausgefordert. Denn Theorie und Praxis liegen wie immer weit auseinander und um so mehr hat es uns gefreut, dass das Feedback und die Bereitschaft mitzumachen von Autorenseite so positiv war. Aber auch von Verlagsseite haben wir viel Zuspruch und Unterstützung erfahren. Sieben Lesungen mit fünf Autor/Innen aus drei unterschiedlichen Verlagen haben wir schließlich durchgeführt. Jeder angemeldete Zuschauer konnte Fragen stellen und direkt in den Dialog mit den Lesenden gehen. Parallel haben wir das Format auf Facebook live gestreamt und aufgezeichnet. Jede Lesung – oder auch reiner Dialog – dauerte ca. 45 Minuten (aber auch bis zu 90 Minuten) und hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht.

    

Natürlich gab es die üblichen Technikprobleme bei dem einen oder anderen, aber das lässt sich generell nicht ausschließen, da die individuellen Konfigurationen (PC oder Mac, Desktop oder mobil, Browser, stabile Internetverbindung, etc.) immer wieder eine Herausforderung darstellt und den einen oder andere Kompromiss erfordert. Und dennoch betraf dies weniger als 5 Prozent aller Beteiligten. Alle anderen konnte mit unseren Systemen und technischen Anforderung problemlos umgehen und die Lesungen genießen. Selbst mobil waren die Lesungen problemlos zu verfolgen und es konnten Fragen gestellt werden. Was natürlich schnell unter den Tisch fällt ist der Aufwand für Kommunikation, Organisation und auch für ein (sehr reduziertes) Marketing. Jeder Autor hat seine Zielgruppe in unterschiedlichen Medien: Von Twitter, über YouTube und Facebook bis hin zu offline (die dann erst man überzeugt werden mussten, online zu gehen). Die Aktivierung der jeweiligen Zielgruppe war daher nicht immer einfach, hat aber in jedem Fall mit dem entsprechenden Aufwand funktioniert.

Aber auch für die Autoren war es ungewohnt und eine Herausforderung: Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob man in eine Kamera spricht und das Publikum nicht sieht, oder aber direkt in Gesichter blickt, die sofort ein Feedback spiegeln, auch wenn niemand etwas sagt. Wir haben daher jeden Autor bei der Lesung im Hintergrund begleitet und etwaige technische Probleme oder Anfragen von später hinzugekommenen Zuschauern gelöst (so gut es ging). Somit konnte sich jeder Lesende auf seinen Text, seine Darstellung oder Intonation kümmern, ohne abgelenkt zu werden. Im Anschluss ging es dann zu Fragen und Antworten und hier zeigte sich, wie gut das Format funktioniert und auch der Dialog. Ein Autor hat eine ganze Sitzung als reinen Dialog abgehalten und über eine Stunde mit dem Publikum gesprochen, diskutiert und Fragen beantwortet.

Am Ende war es für alle Beteiligten ein großer Spaß und eine gelungene Premiere eines Formats, welches wir im nächsten Jahr fortsetzen und ausbauen werden. Denn neben diesen positiven Aspekten kam noch ein weiterer hinzu: Die Reichweite der Lesungen beschränkt sich nicht auf die 50 Personen, die in einen Raum in einer Buchhandlung passen, sondern lässt sich virtuell beliebig erweitern.

Im Januar geht es daher gleich weiter: Neben Autoren und klassischen Lesungen, werden wir auch Fotografen einbinden und mit ihnen ein neues Format testen (wenn ihr – ob Autor oder Fotograf – dabei sein wollte, schreibt uns einfach eine Mail – hier klicken – ihr müsst dafür nicht bei uns registriert sein). Und natürlich freuen wir uns auch über Mails von Verlagen, die hier einmal neue Wege gehen wollen.

Und für alle, die nicht dabei sein konnten, oder mal einen Blick auf das werfen wollen, was die einzelne Autoren/innen online so veranstaltet haben, hier die Links zu den Lesungen. Viel Vergnügen und noch einmal herzlichen Dank an alle Zuschauer und Beteiligten!

   

 

 

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