„Der Beruf des Autors lässt Pferderennen wie ein solides, stabiles Geschäft erscheinen.“ John Steinbeck

Es bezweifelt wohl niemand, dass das Verlegen von Büchern und auch der Erfolg des Autors einem Glücksspiel gleicht. Auch wenn Algorithmen heutzutage versuchen, die „Bestsellerformel“ zu finden und zumindest das Verlegen von Büchern zu einem sicheren Geschäft zu machen. Gelungen ist es bisher noch nicht. Zum Glück für alle Autoren und Leser!

Denn im Laufe der Literaturgeschichte haben einige Schriftsteller festgestellt, dass gerade die Ungewissheit das war, was sie brauchten, um der Kreativität freien Lauf lassen zu können. Der Mix aus Zweifeln, Stolz und manchmal auch Geld haben seit jeher die Motivation angefacht. Tatsächlich sind nicht wenige literarische Werke berühmter Autoren durch eine Wette entstanden: Von Dostojevski über Hemingway bis hin zu Agatha Christie. Manchmal braucht es einfach einen guten Freund, der einem sagt, dass man es nicht kann und dann auch noch darauf wettet! Hier sind fünf Bücher, die nur aufgrund einer Wette entstanden sind:

1. „Grüne Eier und Schinken“ von Dr. Seuss „

„Ich wette 50 Dollar, dass Sie kein Buch mit nur 50 Wörtern schreiben können“, sagte Seuss’s Verleger Bennett Cerf einmal zu ihm. Und der Rest ist Geschichte. Cerf hatte keine Ahnung, dass es nicht besonders schlau war, einen der größten Wortakrobaten herauszufordern. Wie erwartet hatte er Seuss unterschätzt und dieser gewann die Wette und „Grüne Eier und Schinken“ wurde erdacht und geschrieben. Und der Autor wurde 50 Dollar reicher!

2. „Frankenstein“ von Mary Shelley

An einem schicksalhaften Sommertag im Jahre 1816 wurde die Idee für Frankenstein geboren – dank einer Wette. Während ein Gewitter und Blitze über der Villa Diodati in der Nähe des Genfer Sees um Aufmerksamkeit der anwesenden Personen kämpften, schlug Lord Byron bei flackerndem Kerzenlicht Mary Shelley vor, dass die Anwesenden versuchen sollten, furchteinflößende Geistergeschichten zu schreiben. Was war zunächst nur ein Zeitvertreib während eines Gewitters sein sollte, führte zu Shelleys romantischem, gotischem Klassiker. Eindeutig von der Stimmung und den Gesprächen der Nacht beeinflusst, wurde Frankenstein ein Jahr später veröffentlicht.

3. „Der Spieler“ von Fjodor Dostojewski

Man könnte denken, dass Dostojewski dieses Buch über sich selbst geschrieben hat. Ironischerweise benutzte der russische Schriftsteller das Schreiben dieses Buches, um seine immensen Spielschulden zu begleichen. Die Wette war dabei ganz einfach: Sollte er den Roman nicht innerhalb weniger Monate beenden, müsste er die Verlagsrechte und Lizenzgebühren für alle seine anderen Romane abtreten. Zum Glück hat Dostojewski das Buch rechtzeitig fertig gestellt und dabei auch noch die Gefahren seiner Spielsucht angemessen reflektiert.

4. „Die geheimnisvolle Angelegenheit bei Styles“ von Agatha Christie

Wir müssen uns bei Agatha Christies Schwester Madge bedanken, dass es den Roman gibt, mit dem eigentlich alles begann. Sie hatte mit ihrer Schwester gewettet, dass sie es nicht schaffen würden, einen Roman zu schreiben, in dem die Leser den Mörder nicht enttarnen können, obwohl sie die gleichen Hinweise wie der Detektiv haben. Und so begann Christie den Roman zu schreiben, als sie während des Ersten Weltkriegs Freiwilligenarbeit in der Krankenhaus-Apotheke von Torquay leistete. Natürlich hatte dieser Arbeitsplatz erheblichen Einfluß auf die Mordwaffe des Buches: Gift! Das Manuskript wurde von sechs Verlagen abgelehnt und vom siebten Verlag angenommen und veröffentlicht. Und Agatha Christie gewann ihre Wette.

5. „Eaters of the Dead“ von Michael Crichton

Dieser Michael Crichton Roman, der 1976 vom Autor geschrieben wurde, handelt von einem muslimischen Araber des 10. Jahrhunderts, der mit einer Gruppe von Wikinger zu ihrer Siedlung reist. Der Ursprung dieser eher ungewöhnlichen Handlung ist ebenfalls auf eine Wette zurückzuführen. Ein Freund hatte mit Chrichton gewettet, dass er aus Beowulf keine unterhaltsame Geschichte würde machen können. Ein paar Nebel-Monster, Wahrsager und bösartige Wilde später war klar, wer die Wette gewinnen würde.

Mit Sicherheit gibt es noch viele weitere bekannte und unbekannte Bücher, die so entstanden sind. Aber der Kreativität kann eine kleine Wette manchmal halt gehörig auf die Sprünge helfen!

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